AMERIKA WOCHE

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Titel: Anmerkungen für: Ach, Du dickes Ei! Verfasst am: Do Apr 23, 2009 7:12 pm |
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Ach, Du dickes Ei!
Liebe Leserinnen und Leser,
nein, die heutigen Argumente handeln nicht vom Osterfest, auch wenn der Titel das vielleicht suggeriert - auch wenn das Thema sicherlich etwas mit Ostern zu tun haben kann. Denn gerade an diesen wie auch an allen anderen Festtagen gibt es immer wieder leckere Sachen auf dem Tisch - und da greift man doch gerne zu.
Das Problem dabei sind diese kleinen, miesen Dinger, die einem den Spass am Essen verderben wollen, und das auch nur allzu oft schaffen. Sie nisten sich im Körper ein und sind unglaublich schwer wieder dazu zu bewegen, sich davon zu machen. Die Rede ist hier von den Kalorien.
Nicht, dass ich Ihnen jetzt ihre Leibspeise oder ein besonders köstliches Menue ausreden will, ganz gewiss nicht. Auch ich geniesse meine Lieblingsgerichte viel zu gerne. Leider habe ich aber auch ein Problem mit diesen kleinen miesen Kalorien, denn haben sie mich und meinen Körper erst einmal kennengelernt, so scheint es ihnen fürchterlich schwer zu fallen sich wieder zu verabschieden. Wie Gäste, die man am liebsten nur von hinten sieht, beim Gehen.
Für meine bessere Hälfte ist das alles kein Problem - weder mein Körper noch die eigene Nahrungsaufnahme. Sie schaufelt in sich hinein was geht und bleibt dabei so dünn wie der oft zitierte Strich in der Landschaft - eine hundsgemeine Ungerechtigkeit. Aber nicht nur, dass ich auch gerne einige Kilogramm weniger auf die Waage bringen wü̈rde, jetzt wollen uns dickeren Menschen die Forscher - neben allen gesundheitlichen Bedenken - ein zusätzliches schlechtes Gewissen einreden.
Dünn sein sei auch besser für das Klima. Aha! Wie britische Forscher berichteten, führt eine schlanke Bevölkerung dazu, dass weniger schädliche Treibhausgase ausgestoßen werden. Eine dünnere Bevölkerung wie zum Beispiel in Vietnam esse bis zu 20 Prozent weniger als eine, in der bis zu 40 Prozent der Menschen übergewichtig sind, so die Wissenschaftler im Fachmagazin „International Journal of Epidemiology“. Das sei gut fü̈r das Klima, weil die Produktion von Nahrungsmitteln auch für den Ausstoß von vielen Treibhausgasen verantwortlich sei.
So, was für ein Fazit ziehe ich daraus? Ich begebe mich nun auf die nachbarlichen Weiden und geselle mich zu den netten Kühen mit den Riesenglocken um den Hals, und gemeinsam strahlen wir dann so viel Reue und Schuldbekenntnis aus, wie wir nur können. Denn die „Pupse“ der Viecher sind ja bekanntlich ebenso schädlich wie mein Atmen.
Alles Gute
Don R. Vigo
Editor-in-Chief
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