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AMERIKA WOCHE



Anmeldedatum: 11.07.2007
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BeitragTitel: Anmerkungen für: Staatsoper feiert Richtfest im Schiller-The
Verfasst am: Do Nov 12, 2009 6:33 pm 
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Staatsoper feiert Richtfest im Schiller-Theater



Berlin (dpa) - Knapp 16 Jahre nach seiner Schließung kehrt die Kunst in
das Berliner Schiller Theater zurück. "Wir haben das Theater
wachgeküsst, ein schöner Traum geht in Erfüllung", sagte Regisseur
Jürgen Flimm als neuer Intendant der Staatsoper Unter den Linden am
Freitag zum Richtfest im Schiller Theater vor 400 Gästen. Mitte 2010
wird das Ensemble der Staatsoper für die Dauer ihrer dreijährigen
Renovierung in das Haus an der Bismarckstraße einziehen. Das Schiller
Theater wird zur Zeit für 23 Millionen Euro für den Opernbetrieb
umgebaut.



"Es ist eine späte Rache und Genugtuung, dass hier wieder die
Kultur den Vorzug bekommt", sagte Flimm, der zusammen mit dem Regisseur
Claus Peymann seinerzeit gegen die Schließung protestiert hatte. Das
Schiller Theater wurde 1993 als Staatliche Schauspielbühne Berlins
aufgegeben und wird seitdem für Gastspiele genutzt.



Für das dreijährige "Gastspiel" der Staatsoper wird nun ein
zweigeschossiger Neubau mit Montagehalle und Probebühne gebaut. Pro
Jahr sollen im Schiller 120 Opern - und 20 Ballettvorführungen gegeben
werden, etwa so viele wie bisher in der Staatsoper.



Mit der Erweiterung des Orchestergrabens sollen 976 Zuschauer Platz
im Schiller Theater haben. Die Staatsoper hat heute eine Kapazität für
1390 Zuschauer. Die schwarzen Wände des Saales sollen aufgehellt und
die Akustik verbessert werden. Generalmusikdirektor Daniel Barenboim
strebt außerdem einen längeren Nachhall der Musik an. "Die Reise aus
dem Süden hat sich gelohnt", sagte Flimm, der für sein Berliner
Engagement den Posten als Intendant der Salzburger Festspiele
aufgegeben hatte.



Berlins Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD)
bekräftigte, dass Berlin an seiner finanziellen Zusage für die
Staatsopern-Sanierung festhalte - "auch bei gelegentlicher Kritik".
Allerdings trägt bei der veranschlagten Bausumme von 230 Millionen Euro
der Bund den Löwenanteil.


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