Post und ver.di zu Gesprächen bereit - ver.di stellt aber Bedingung
Im Tarifstreit sind die Deutsche Post und die Gewerkschaft ver.di grundsätzlich zu neuen Gesprächen bereit, um einen drohenden Dauerstreik noch abzuwenden. "Ver.di ist zu konstruktiven Gesprächen bereit, sobald die Arbeitszeitverlängerung vom Tisch ist", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Andrea Kocsis der "Bild"-Zeitung. Die Post forderte bisher eine Arbeitszeitverlängerung.
"Wir haben das zur Kenntnis genommen, sagte Post-Sprecher Uwe Bensien am Montag in Bonn zu der Äußerung von Kocsis. Inhaltlich könne er dazu nichts weiter sagen, denn Tarifverhandlungen würden "nicht in der Öffentlichkeit, sondern am Verhandlungstisch geführt". Die Post habe immer wieder erklärt, dass sie weiter "uneingeschränkt gesprächsbereit" sei und eine Lösung am Verhandlungstisch wolle.
Die Urabstimmung von ver.di wurde unterdessen fortgesetzt. Rund 100 000 ver.di-Mitglieder sind als Tarifbeschäftigte der Post aufgerufen, bis diesen Dienstag für einen unbefristen Ausstand zu stimmen. Die Gewerkschaft rechnet mit einer überwältigenden Zustimmung und hatte angekündigt, dass ein Streik ab 2. Mai beginnen könnte.
11:35 28-04-2008
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