Kölner Strabag mit geringerer Bauleistung - Dividende unverändert
Der Kölner Baukonzern Strabag hat im vergangenen Jahr eine deutlich geringere Bauleistung erbracht. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich vor allem durch Sondereinflüsse auf 68 Millionen Euro - nach 114 Millionen Euro im Vorjahr. Vorstandsmitglied Thomas Birtel erklärte den Rückgang am Montag in Köln damit, dass das Jahr 2006 stark durch Effekte wie Ver- und Zukäufe geprägt gewesen sei. Im laufenden Jahr werde das Konzernergebnis leicht über dem Niveau von 2007 liegen.
Die Bauleistung sank 2007 im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang blieb mit 4,2 Milliarden Euro etwa konstant. Strabag will unverändert eine Dividende von 1,04 Euro je Aktie auszahlen. Der Konzern, der vor allem im Straßenbau tätig ist, investierte 60 Millionen Euro in den Aufbau einer eigenen Baustoffherstellung. Damit will Strabag unabhängiger von Lieferanten und Preisschwankungen werden.
Das Jahr 2007 sei zwar insgesamt für die Baubranche besser gewesen als 2006. "Von einem Boom, von dem teilweise euphorisch die Rede war, möchten wir im Nachhinein nicht mehr sprechen", schränkte Birtel aber ein. Für 2008 erwartet Strabag - eine Tochter der österreichischen Strabag SE - eine leicht verbesserte Bauleistung von 4,3 Milliarden Euro. Die Baubranche werde nicht in die Rezession abstürzen, erklärte Birtel. "Vorsichtiger Optimismus" sei das Stichwort.
12:07 28-04-2008
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