Fresenius sieht sich 2008 auf Kurs - Weitere Zukäufe geplant
Der Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius ist nach dem ersten Quartal zuversichtlich, die Ziele für 2008 zu erreichen. "Für 2008 erwarten wir beim Umsatz weiterhin währungsbereinigt ein Plus von 8 bis 10 Prozent und beim Jahresüberschuss sogar 10 bis 15 Prozent", sagte Konzernchef Ulf Schneider am Montag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Bis 2010 peile Fresenius unverändert einen Umsatz von 15 Milliarden Euro an. Der Konzern will an diesem Mittwoch (30.4.) die Zahlen für das erste Quartal vorlegen.
Nach der jüngsten Übernahme von rund 73 Prozent an dem indischen Generikahersteller Dabur Pharma sei Fresenius weiter an kleineren und mittelgroßen Zukäufen interessiert. "Selbstverständlich werden wir alle Gelegenheiten prüfen. Wir sind 2008 so bereit und flexibel, wie wir es 2005 auch schon waren", sagte Schneider. Einem Börsengang der Infusions-Sparte Kabi zur Finanzierung von Zukäufen erteilte er eine Absage. Fresenius wolle Übernahmen vorrangig durch Fremdkapital oder eine Kapitalerhöhung auf Konzernebene finanzieren. "Wenn mal etwas käme, was so groß wäre und komplett nicht anders finanzierbar, dann wäre auch ein Börsengang denkbar", sagte der Fresenius-Chef.
Kabi ist die zweitgrößte Sparte von Fresenius. Sie knackte 2007 beim Umsatz erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro und verbuchte einen Gewinnanstieg von 28 Prozent. Bis 2010 soll der Erlös auf drei Milliarden steigen. Mit 16,4 Prozent hatte Kabi 2007 die beste Umsatzrendite im Konzern. Durch die jüngsten Akquisitionen habe Kabi die Produktpalette insbesondere vielversprechenden Geschäft mit injizierbaren Generika ausgeweitet.
Der größte Unternehmensbereich ist der im DAX notierte Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC). Kürzlich flammten Übernahmegerüchte um das lukrative Dialysegeschäft auf: Die Spekulation, der amerikanische Konkurrent Baxter International habe ein Auge auf FMC geworfen und wolle 42 Euro je Aktie bieten, sorgte für ein deutliches Kursplus. "Für uns ist die Dialyse ein absolutes Kerngeschäft", machte Schneider klar. Dass Baxter Interesse an einem so erfolgreichen Unternehmen wie FMC habe, könne er nachvollziehen.
Gespräch: Elke Pfeifer, dpa-AFX
12:10 28-04-2008
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