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ArcorMittal schreibt wieder schwarze Zahlen




ArcorMittal schreibt wieder schwarze Zahlen Luxemburg (dpa) - Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal schreibt wieder schwarze Zahlen. Nach drei verlustreichen Quartalen in Folge erwirtschaftete der Stahlkocher von Juli bis September einen Überschuss von gut 900 Millionen Dollar. "Dass wir den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft haben, ist eindeutig eine gute Nachricht", sagte Finanzchef Aditya Mittal am Mittwoch in Luxemburg. Auch wenn die Stahlnachfrage wieder anziehe, sei die Konjunktur aber immer noch schwach.

Am Ende des zweiten Quartals hatte ArcelorMittal noch ein Minus von knapp 800 Millionen Dollar verbuchen müssen. Im dritten Quartal 2008 dagegen stand ein Gewinn von 3,8 Milliarden Dollar in der Bilanz. Die Wirtschaftskrise und die weggebrochene Stahlnachfrage hatten ArcelorMittal in die tiefste Krise seit Jahrzehnten gestürzt.

Konzernchef Lakshmi Mittal gab sich optimistisch, das Konjunktur-Tal durchschritten zu haben: "Wir werden 2010 einen bescheidenen Aufschwung erleben", sagte er. "Aber wir sind noch weit von den Zahlen der Zeit vor der Wirtschaftskrise entfernt."

Die Produktion, die in den Monaten zuvor konzernweit um bis zu 50 Prozent gedrosselt war, sei in den vergangenen drei Monaten auf 61 Prozent erhöht worden. Im Laufe des des vierten Quartals solle sie auf rund 70 Prozent hochgefahren werden. "Wie angekündigt, haben wir im dritten Quartal erste Zeichen einer Erholung gesehen", sagte er. Der Umsatz stieg vom zweiten aufs dritte Quartal um 6,5 Prozent auf gut 16,1 Milliarden Dollar. Die Produktion wurde um 7 Prozent auf 18,2 Millionen Tonnen erhöht. Trotz Besserung: "Wir erwarten nicht, dass wir im gesamten laufenden Jahr bereits aus der Verlustzone heraus sind", sagte Aditya Mittal.

Für 2010 werde mit einem Anziehen der Stahlnachfrage um zehn Prozent gerechnet. Dazu trügen vor allem die Schwellenländer mit einer um 15 Prozent steigenden Nachfrage bei. Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise habe ArcelorMittal weltweit rund 40 000 Stellen gestrichen, sagte Aditya Mittal. Bei einem Großteil handele es sich um "freiwillige Unternehmensaustritte", für die Abfindungen gezahlt worden seien. Vor der Krise beschäftigte der Stahlkocher rund 326 000 Menschen in mehr als 60 Ländern.




19:16 01-11-2009







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